Am 30. September 2026 wurde das tec4you-lab für einen Tag zum Unternehmen: Der Physik-Leistungskurs des St. Xaver entwickelte und produzierte eine eigene Aufladestation.
Die Aufgaben waren klar verteilt. In der Technik fertigten Luca und Anastasia das Produkt, während Mikah und Raphael im Design das Erscheinungsbild entwarfen. Carlsson und Nicolas prüften in der Forschung, ob Aluminium oder Kunststoff besser geeignet ist. Bei der Härteprüfung erreichte Aluminium 59 Brinell, Kunststoff nur 14. Moritz und Benjamin kalkulierten in den Finanzen die Kosten, und Felix und Gustav behielten als Leitung den Überblick.
Die größte Herausforderung war die Profitabilität. Nach Personal-, Gebäude- und Produktionskosten hätte die Aufladestation im Handel 273,11 Euro gekostet, kaum marktfähig. Am Nachmittag machte sich das Team deshalb Schritt für Schritt an die Optimierung. Nach Anpassungen bei Personal und Arbeitszeit brachte vor allem die Stückzahl den Durchbruch: Statt 11 wurden 60 Stationen eingeplant, eine neue CNC-Fräse verdoppelte die Menge auf 120, und ein Drei-Schicht-Betrieb mit vier Technikkräften steigerte sie auf 360 Stück pro Tag. Dazu kamen Mengenrabatte beim Material sowie geringere Gewinnaufschläge für Hersteller und Händler. Das Ergebnis: Der Verkaufspreis sank von 273,11 Euro auf 19,90 Euro.
Am Ende nahmen die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Aufladestationen mit nach Hause, sondern auch die Erkenntnis, wie viele Entscheidungen hinter einem einzigen Preisschild stecken.
