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Fachschule für Wirtschaft: Kultur trifft Wirtschaft – Theorie trifft Praxis

Am letzten Präsenzwochenende haben einige Studierende der Fachschule für Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Kulturmanagement mal wieder die gelernte Theorie in der gelebten Praxis kennengelernt. Neben dem samstäglichen Unterricht am Vor- und frühen Nachmittag hatte Nadine Kohlbrock als Koordinatorin traditionell einen abwechselungsreichen Nachmittag und Abend organisiert.

Der Besuch der Kulturgemeinschaft Beverungen (https://www.kulturgemeinschaft-beverungen.de/) in der Stadthalle Beverungen bescherte den Studierenden zunächst einen lebhaften Einblick in das Management von Kulturbetrieben. Ilse und Karl-Günter Marquardt berichteten aus fast dreißig Jahren Erfahrung mit diversen Künstlern – mal lustig, mal tragisch, mal komisch, mal persönlich. Die äußerst engagierten, offenen und herzlichen Eheleute haben unseren Studierenden darüber hinaus viel für die Arbeit in NPOs mitgegeben: Personalplanung von Ehremamtlern, Finanzierung von Projekten, Kooperationen mit öffentlichen Stellen, Event-Marketing, Einkauf von Bühnenstücken usw. Schließlich durfte auch der Blick hinter die Kulissen nicht fehlen, wo die Vorbereitungen für das Musical Phantom der Oper schon auf Hochtouren liefen. Neben Volker Faltin und vielen anderen Ehrenamtlern, die sich um die Bewirtung, die technischen Details vor, hinter und auf der Bühne, die Organisation des Einlass‘ und natürlich auch das Wohlbefinden der Künstler bemühten, waren schon am Nachmittag viele helfende Hände aktiv, um den Abend für die Besucher des Musicals zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen – das hat alle sehr beeindruckt.

Nach einem sehr leckeren gemeinsamen Essen in der nahe gelegenen Burg Beverungen war es endlich soweit: wir waren Gäste beim erfolgreichsten Musical aller Zeiten in Beverungen – dem Phantom der Oper. Die Originalproduktion von Sasson/Sautter mit der weltweit gefeierten Bostoner Sopranistin und Echo Klassik Preisträgerin Deborah Sasson, die ihre Abschiedstournee in der Rolle der Christine feiert, und Deutschlands Musicalstar Nummer 1, Uwe Kröger, stellte die zwischen zwei faszinierenden Männern hin und her gerissen Christine in den Mittelpunkt. Das spektakuläre Bühnenbild, das vom Zusammenspiel von effektvollen, dreidimensionalen Videoprojektionen und von grandiosen Bühnenelementen lebt, stellte den dramatischen Sturz des Lüsters, das geheimnisvolle Stelldichein auf dem Dach der Oper, die unterirdische Bootsfahrt, die unheimliche Begegnung auf dem Friedhof und die furchterregende Unterwelt der Oper äußerst plastisch dar und beeindruckte neben den Autoren sehr. Daneben wirkte ein großes Ensemble ausgewählter Sänger, Tänzer und Schauspieler aus dem deutschsprachigen Raum mit, welches von einem 18köpfigen Live-Orchester begleitet wurde. Gegen 23 Uhr war die beeindruckende Vorstellung beendet und alle gingen nach einem langen, aber dennoch erlebnisreichen, tollen Tag auseinander.

Alles in allem war unser Zusammentreffen wieder ein tolles Ereignis, was uns diesmal das aktive kulturelle Leben in Beverungen und das umfassende Angebot der Kulturgemeinschaft Beverungen zum Greifen nah und Kultur für uns erlebbar gemacht hat. Wir freuen uns auf das nächste Wiedersehen am Präsenzwochenende im Mai!

 

Sind Sie auch interessiert an einer berufsbegleitenden, ortsunabhängigen & kostenlosen Qualifizierung zum staalich geprüften Betriebswirt? Dann sind Sie bei uns an der Fachschule für Wirtschaft – Schwerpunkt Kulturmanagement genau richtig! Informieren Sie sich unter https://www.bkhx.de/index.php/wirtschaft/fachschule-fuer-wirtschaft/schwerpunkt-kulturmanagement/  und nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Ihr Ansprechpartner ist Herr Gregor – gregor@bkhx.de Wir freuen uns auf Sie!


Informations- und Ausbildungsbörse 2020 – aktiv und interaktiv in die berufliche Zukunft

Über 30 Unternehmen und Hochschulen stellten am Freitag, den 7. Februar 2020, auf der Informations- und Ausbildungsbörse am Berufskolleg Kreis Höxter ihre Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor.  Über 370 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Kreis Höxter und der Sekundarschule Höxter nutzten die Gelegenheit, unterschiedliche Berufe und Studienangebote aus den Bereichen Dienstleistung, Handel, Industrie, Handwerk und Gesundheit zu entdecken und sich ausführlich zu informieren.

Die Veranstaltung begann in der Aula mit der Begrüßung des Schulleiters Michael Urhahne. Es folgte ein Vortrag zum Thema „Studieren vor der Haustür“ von Prof. Dr.-Ing. Klaus Maas von der TH OWL in Höxter. Im Anschluss nahmen die Schülerinnen und Schüler an drei Informationsrunden teil. Sie sammelten interessiert Fakten zu Berufen und sprachen mit Ausbildern und Auszubildenden über ihre Berufswünsche. Außerdem bestand die Möglichkeit, sich selbst dem Unternehmen zu präsentieren und Bewerbungsunterlagen persönlich zu übergeben. „Uns hat besonders die Bereitschaft der Unternehmen sich um Praktikumsplätze für uns zu kümmern sehr gut gefallen“, meldeten die Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule zurück. Studieninteressierte konnten ihre Fragen in den Informationsrunden der Hochschulen stellen und waren sich einig: „Jetzt bin ich viel informierter und traue mir ein Studium nach meiner schulischen Ausbildung zu.“

die ausstellenden Unternehmen und Hochschulen an beeindruckenden Messeständen verschiedene Aktivitäten und Informationen: Videos mit VR-Brillen, interaktives Balance-Board, Geschmacksproben verschiedener Gewürzöle und vieles mehr. Hier wünschen sich Schüler/innen und Unternehmen für die nächste Informations- und Ausbildungsbörse gleichermaßen mehr Zeit zum Austauschen und Ausprobieren.

Den Abschluss des Tages bildete die Vorstellung der aktuellen Kampagne „SuperHeldenAusbildung“ durch Johanna Loges in der Aula. Sie warb bei den Börsenbesuchern um Follower für die interaktiven Präsentationen der Dualen Berufsausbildung in der Region Höxter-Holzminden bei Instagram und auf der Helden-Homepage.

Neben der Berufsorientierung und der Vermittlung von Praktika und Ausbildungsplätzen für die Schülerinnen und Schüler nutzten auch die Lehrerinnen und Lehrer die Informations- und Ausbildungsbörse zur Kontaktpflege mit den Unternehmen und Hochschulen der Region. Die Organisatoren vom Marketing-Team Höxter freuten sich besonders über die vielen positiven Rückmeldungen der teilnehmenden Unternehmen und Hochschulen. Für die Informations- und Ausbildungsbörse im nächsten Jahr ist die Ausweitung der Angebote für das Berufsfeld Soziales geplant, um die Attraktivität der Veranstaltung noch weiter zu steigern.


ERASMUS+: 3-wöchiges Praktikum als Industriekaufmann in Italien

In der Zeit des Auslandsaufenthaltes hatte ich die Möglichkeit, viele neue Kenntnisse für mich zu gewinnen. Die Anfangszeit verbrachte ich in einem Ort namens Cusago (Mailand), wo sich der Hauptsitz der Verwaltung unserer Mutterfirma SIT S.p.A befindet. Beispielsweise sind bei unserem Standort in Brakel ca. 150 Mitarbeiter tätig. In Italien hingegen (Verwaltung und Fertigung) sind ca. 300 Mitarbeiter beschäftigt. Die SIT S.p.A. gehört mit der Elatech S.r.L., der Indeva S.p.A. und der Scaglia S.r.L. zu der letztgenannten Scaglia- Group mit dem Sitz in Brembilla (Bergamo, Hauptsitz der Produktion). Die Scaglia- Group ist darauf spezialisiert, Komplettantriebe wie z.B. Zahnriemen, Zahnscheiben, Kupplungen etc. für Maschinen und Motoren zu fertigen und stellt zusätzlich maschinelle Bewegungsanlagen her, zum Beispiel für den Transport von Meterware innerhalb des Lagers.

Im verwaltenden Teil der SIT konnte ich in Abteilungen wie der Arbeitsvorbereitung, Auftragsabwicklung, Kalkulation und Marketing anhand von Vergleichen zu meiner Firma, der SIT- Antriebselemente GmbH, viele Dinge lernen und einige Schlüsse ziehen. Die Vorgänge sind klar strukturiert, der Prozess vom Bestellungseingang bis zur Abwicklung bzw. Versand der Bestellung geschieht nahezu papierlos bzw. hauptsächlich über das System. Die Auftragsbearbeitung und die Kalkulation ist nach In- und Ausland aufgeteilt und die Aufträge werden je nach Standort des Kunden an die jeweiligen Mitarbeiter geleitet und bearbeitet. Jeder Mitarbeiter bzw. jede Abteilung hat einen Vorgesetzten, an den dieser sich wenden kann, wenn es Probleme oder Unklarheiten gibt. Sind die Kundenaufträge bearbeitet und bereit zum Versand, wird das Lager informiert und die Ware wird, je nach Liefertermin, verpackt und versendet. Standardware wird zum Großteil vor Ort eingelagert, um so die Lieferzeiten so kurz wie möglich zu halten. Bestellungen von Sonderartikeln werden an die Produktion (in Brembilla) gesendet, sodass diese dort dann angefertigt werden. Im Lager wird das FIFO- Prinzip angewendet, was bedeutet, dass die Ware die als erstes eingelagert wurde, bei der Auslieferung auch als erstes wieder entnommen werden muss.

Zusätzlich werden kleinere Mengen von Artikeln in einem automatisierten Lager aufbewahrt (chaotische Lagerhaltung), das heißt, dass die Ware dort eingelagert wird, wo sich gerade Platz befindet. Das Ganze wird aber natürlich von einem System vorgeschlagen (je nach Lagerumschlagshäufigkeit).

Durch die ständige Kommunikation auf Italienisch, konnte ich meine Sprachkenntnisse dort ebenfalls verbessern, bzw. neue Fachbegriffe kennenlernen. In den zwei darauffolgenden Wochen wurde mir auch die Produktion von Zahnriemen und Zahnscheiben in Brembilla gezeigt, wo ich den gesamten Produktionszyklus unserer Produkte veranschaulichen konnte und etliche Fragen zum Vorgang stellen konnte.

In meiner ersten Woche habe ich einen Einblick in der Marketing-Abteilung erhalten. Dies war sehr lehrreich, da wir diese in Deutschland nicht haben. Ich hatte die Chance eine Messe vorzubereiten, ein Logo zu erstellen, Einladungen an Kunden zu verfassen und neue Produktkataloge ins Deutsche zu übersetzen.
Des Weiteren habe ich die darauffolgenden zwei Wochen bei Elatech S.l.r. in Brembilla (Bergamo) verbracht, dort wurde mir ein Einblick in der Produktion und der Auftragsabwicklung gewährt, wo ich auch einige Vergleiche zu unserer Zahnriementechnik in Deutschland finden konnte. Zum Beispiel wird je nach Kundenwunsch der bestellte Artikel in einer Arbeitskarte erfasst, mit den einzelnen Daten und Abmessungen des Zahnriemens, sodass diese dann in die Produktion gegeben werden kann.
Dort wird der Zahnriemen dann, basierend auf den Daten der Arbeitskarte, aus den fertigen Rollen der Meterware abgeschnitten und anschließend zu einem endlosen Zahnriemen verschweißt. Es gibt auch noch die Variante von Flexriemen, die bereits in einer endlosen Form gefertigt und extrudiert werden.
Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, Riemen nachträglich zu bearbeiten, d.h. es können auf Wunsch z.B. noch Nocken auf dem Riemenrücken angebracht, einzelne Zähne vom Riemen abgefräst oder die Vorder- und Rückseite der Riemens mit einer Vielzahl von Beschichtungen beklebt werden.

Verglichen mit Deutschland herrschte eine etwas offenere Arbeitsatmosphäre: Die Kollegen haben mich sofort überall mit einbezogen und waren sehr aufgeschlossen. Ein Kollege aus Cusago hat sogar eine Stadtführung durch das nahe gelegene Mailand organisiert.
Insgesamt habe ich mir den Aufenthalt vorher stressiger vorgestellt, aber durch das Großraum-Büro war es lockerer. Man musste sich nur an die lautstarken Telefonate gewöhnen.
Durch den Perspektivwechsel vom deutschen Abnehmer zum italienischen Produzenten kann ich nun bestimmte Abläufe besser nachvollziehen, zum Beispiel bei der Bestellung von neuen Artikeln, welche sich immer etwas langwierig gestalteten.
Obwohl ich auch in Deutschland viel Italienisch spreche, konnte ich mein Fachvokabular deutlich erweitern, so zum Beispiel im Bereich der Produktion oder im Versand.
Als Fazit möchte ich allen Interessierten einen Auslandsaufenthalt empfehlen: Die kulturellen Eindrücke, besonders in Mailand, die liebenswürdigen Leute und das Erleben unterschiedlicher Arbeitsweisen haben die Zeit dort wirklich wertvoll gemacht.

Es folgen einige Fotos zu  den Gebäuden von Elatech und der SIT:

SIT S.p.a. in Cusago (Mailand) – Spezialisiert auf die Fertigung von Zahnscheiben
Elatech S.l.r. in Brembilla (Bergamo) – Spezialisiert auf die Fertigung von Riemen

Willkommen an der Georg-August-Universität zu Göttingen

(Deil) So wurden die 29 Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft und Verwaltung  am 4.2.2020 im Oeconomicum begrüßt. Im Rahmen der Studien-und Berufsorientierung wurden zunächst die Studienmöglichkeiten der Betriebswirtschaftslehre sehr anschaulich vorgestellt:  aktuelle Pressemeldungen dienten als Anschauungsbeispiel für Inhalte des Marketings, der Rechnungslegung oder der Unternehmensführung. Dario Gödecke gab als M. Sc. anschließend einen ganz anderen Einblick in die VWL, indem er z.B. die aktuelle Diskussion um die Widerspruchslösung bei der Organspende als klassisches VWL-Thema aufzeigte.

Nach all diesen Informationen konnte in der ZHG-Mensa günstig aus einem sehr vielfältigen Buffet ein veganes, vegetarisches oder auch fleischhaltiges Gericht zusammengestellt werden.

Gut gestärkt wurde die Gruppe anschließend von der Studienbotschafterin Helen begrüßt, die während einer Campusführung wichtige Informationen zur Studienwahl gab, aber auch bereitwillig Auskunft zu Finanzierungsfragen eines Studiums und auch Anwesenheitspflichten.

Den Abschluss bildete ein Vorlesungsbesuch. Hier stand eine Bachelorvorlesung zum Zivilrecht oder Marketing zur Auswahl. „Das war sehr interessant, wir konnten viel verstehen, weil wir die Inhalte ja schon in den Grundzügen in der Schule hatten”.

Mit gestärktem Selbstbewusstsein kam die Gruppe um 18 Uhr nach einem ereignisreichen Tag wieder am Bahnhof in Höxter an und ist sich einig: „Wir sind gut auf ein Wirtschaftsstudium vorbereitet.“


RED HAND-Aktion in Höxter am Berufskolleg Kreis Höxter

16 Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Beruflichen Gymnasiums des Berufskollegs Kreis Höxter sammelten während der letzten 4 Tage am Standort Höxter fast 350 rote Handabdrücke gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Auf Initiative ihrer Politik-Lehrerin, Sonja Sprock, erklärten sie interessierten Mitschülern, aber auch Lehrern, den Zweck dieser Aktion. Weltweit gibt es immer noch rund 250.000 Kindersoldaten, die in Armeen und Rebellentruppen als Soldaten missbraucht werden und oft ein Leben lang unter den schweren körperlichen und seelischen Folgen leiden. Die „rote Hand“ gilt als Symbol ehemaliger Kindersoldaten, NEIN zu sagen zur Rekrutierung und zum Einsatz von Kindersoldaten. Mit dem Sammeln der roten Hände soll auch im Kreis Höxter ein Zeichen gegen den Missbrauch von Mädchen und Jungen als Kindersoldaten gesetzt werden.[1]. Sonja Sprock: „ Die Schüler sollen nicht nur für das Schicksal dieser Kinder sensibilisiert werden, sondern auch lernen, dass politisches und gesellschaftskritisches Engagement jedes einzelnen wichtig ist und etwas bewirken kann. So wurden die mit Vornamen und Wohnort beschrifteten Handabdrücke am 31.01.2020 an das Jugendamt Höxter übergeben. Dieses wird dann, als Teil des „Arbeitskreises Jugend“, die Handabdrücke für den 12.02.2020, den internationalen RED HAND DAY, an den ehrenamtlich tätigen Kreisverband Höxter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge überreichen, der sie an die Landesregierung weiterleiten wird.


„EmMa“ – Erzieherinnen und Erzieher machen Mathematik am Berufskolleg Kreis Höxter

Mathematik auch schon in der Kita? … dieser Frage stellen sich die angehenden Erzieherinnen und Erzieher am Berufskolleg Kreis Höxter. Die Fachschule für Sozialpädagogik in Brakel wurde von der Universität Paderborn eigens für das Fortbildungsprogramm „EmMa“ unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr. Julia Bruns und der renommierten Mathematik-Didaktikerin Prof. Hedwig Gasteiger von der Universität Osnabrück ausgewählt. Sowohl die wissenschaftliche Auswertung als auch die auf ein Jahr angelegte Fortbildung wird in der Fachschule von den beiden Lehrerinnen Birgit Rauchmann und Marion Voss begleitet.     

Bereits Kindergartenkinder sind sehr früh fasziniert von Mustern, Formen und Zahlen. Sie begegnen mathematischen Situationen auf die für Kinder typische Weise und entdecken Mathematik aktiv in ihrer Umwelt, denn ihr Alltag hält eine Vielzahl von mathematischen Erfahrungs- und Entdeckungsmöglichkeiten für sie bereit. Durch das Fortbildungskonzept „EmMa“ lernen die angehenden Erzieherinnen und Erzieher, wie sie anregende mathematische Spiel- und Lerngelegenheiten im Kindergarten gestalten können. So werden verschiedene Facetten der Mathematik beleuchtet – mal geht es darum, den Raum zu erfahren oder Mengen zu beschreiben, dann wieder sollen der Alltag vermessen und der Zufall „erforscht“ werden. Dabei steht keine „Schulmathematik“ im Fokus, sondern die Studierenden erfahren mit „EmMa“, wie mathematische Förderung abseits von Trainingsprogrammen und im Einklang mit den Interessen der Kinder im pädagogischen Alltag gelingen kann.

Als besonders unterstützend wirkt hierbei die optimale sachliche Ausstattung der Fachschule in Brakel, die für den mathematischen Bildungsbereich eine enorme Vielzahl an Materialien bereit hält … so blicken die angehenden Erzieherinnen und Erzieher schon mit großer Vorfreude auf das kommende Praktikum.

Zum Ende des Schuljahres werden die Studierenden dann in einem Test, der durch die Universität Paderborn durchgeführt wird,  ihr erworbenes Fachwissen unter Beweis stellen und zur Weiterentwicklung des „EmMa“-Projektes beitragen. Profitieren werden von diesem Projekt natürlich vor allem die Kinder in den Tageseinrichtungen der Region, die sich auf spannende „Mathe-Abenteuer“ freuen dürfen.

v.l. Birgit Rauchmann (Lehrerin am BKHX), Jun.-Prof. Dr. Julia Bruns (Uni Paderborn), Prof. Dr. Hedwig Gasteiger (Uni Osnabrück), Marion Voss (Lehrerin am BKHX)

PiA kommt im neuen Schuljahr

Praxisintegrierte Ausbildung zur

Erzieherin / zum Erzieher am Berufskolleg Kreis Höxter startet im August 2020.

Mit Beginn des neuen Schuljahres wird am Berufskolleg Kreis Höxter neben der klassischen Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher erstmals die Praxisintegrierte Form (PiA) angeboten.

Grundsätzlich dauert die Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher drei Jahre. Absolviert werden kann diese Zeit auf zweifache Weise. Entweder in der klassischen Form mit einer zwei Jahre umfassenden schulischen Ausbildung mit integrierten Blockpraktika und einem einjährigen Berufspraktikum oder in Form der Praxisintegrierten Ausbildung (PiA).

Wer sich für PiA entscheidet, hat über den gesamten Ausbildungszeitraum wöchentlich feste Praxis- und Schultage und ist damit die ganzen drei Jahre sowohl in der Schule als auch in der Praxiseinrichtung.

Die enge Lernortkooperation ermöglicht den Auszubildenden im Unterricht erworbenes Wissen zeitnah in den Einrichtungen zu erproben und ihre Erfahrungen nahtlos in den weiteren Unterricht einfließen zu lassen.

Voraussetzung für den Start in PiA ist ein Vertrag über die gesamte Ausbildungsdauer mit einem anerkannten Träger der Kinder- und Jugendhilfe.  

In der Regel erhalten die PiA-Fachschüler*innen während der gesamten Ausbildungszeit eine Vergütung. In den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst wurde in 2018 vereinbart, dass die PiA in den Geltungsbereich des TVAöD – Besonderer Teil Pflege fällt.

Interessenten können sich bei den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe erkundigen, ob diese Ausbildungsplätze in der Praxisintegrierten Form zur Verfügung stellen.

Erzieherinnen und Erzieher werden für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis 27 Jahren) ausgebildet. Sie können in folgenden Einrichtungsformen tätig werden: Tageseinrichtungen für Kinder von 0 – 6 Jahren ,Offenen Ganztagsschulen,  Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, z.B. Wohngruppen und Wohnheime,  Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderem Förderbedarf.

Bei Interesse können Sie sich gerne in einem persönlichen Gespräch beraten lassen.

Kontakt:

Martina Lübbemeier-Tillmann

luebbemeier-tillmann@bkhx.de

 


Erfolgreiche Einführung des BYOD-Konzeptes in der Fachschule für Wirtschaft mit dem Schwerpunkt Absatzwirtschaft.

BYOD bedeutet Bring Your Own Device: Die Studierenden bringen ihr eigenes Gerät, egal ob Apple, Android oder Windows – mit in die Schule und jeder arbeitet mit seinem Gerät. Die Schule stellt die Netz-Infrastruktur und die gemeinsame cloudbasierte Lernplattform Office365. Neue digitale Lernmittel erweitern das Spektrum möglicher Lehr- und Lernangebote die auch selbst von den Schülerinnen und Schülern hergestellt werden können. Zum einen ist der Umgang mit digitalen Endgeräten, wesentlicher Bestandteil der heutigen Lebens- und Arbeitswirklichkeit. Zum anderen hat der Einsatz von privaten Endgeräten inzwischen auch Industrieunternehmen erreicht. In Deutschland und Europa ist man zwar noch in den Anfängen, doch aufhalten wird sich das Konzept nicht mehr. Das Berufskolleg Kreis Höxter möchte hier Vorreiter sein und die Studierenden und Schülerinnen und Schüler auf die beruflichen Anforderungen optimal vorbereiten. Das BYOD-Konzept wurde auch schon vor zwei Jahren in einigen Bildungsgängen der dualen Ausbildung eingeführt.
Die Fachschule für Wirtschaft bietet eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in. Dieser Abschluss ist im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen dem Niveau 6 zugeordnet und entspricht somit dem Hochschulabschluss „Bachelor“. Zusätzlich erwirbt man den Ausbilderschein IHK (AdA nach AEVO). Weitere Informationen unter: https://www.bkhx.de/index.php/wirtschaft/fachschule-fuer-wirtschaft/schwerpunkt-absatzwirtschaft/

 


„Alles wurscht?” – Tierartdifferenzierung mittels PCR -Was ist wirklich drin im Döner?

Teilnahme der GGO/GPO im Fach Biologie Leistungskurs an einem eintägigen Laborkurs zum Thema „Tierartdifferenzierung mittels PCR“ des Bilabs in Beverungen

Die Biologie Grund- und Leistungskurse der Oberstufe des beruflichen Gymnasiums mit den Schwerpunkten Gesundheit sowie Erziehung und Soziales besuchten mit ihren Fachlehrerinnen Frau Bodemer und Frau Menne das Biologie Labor (kurz Bilab) in Beverungen. Ziel der Exkursion war es unter anderem, herauszufinden, ob die an den Lieblingsdönerbuden der Schülerinnen und Schüler deklarierten Tierarten tatsächlich im Dönerfleisch enthalten sind. Zur Untersuchung brachten jeweils zwei Schülerinnen einen Döner von einer Dönerbude aus dem Kreis Höxter mit, die laut Angabe der Betreiber, einmal Fleisch von Rind (Kalb) und einmal Pute enthielten.
Nach einer kurzen Einführung konnten die Schülerinnen und Schüler sofort mit den Vorbereitungen der Versuchsreihe beginnen. Für die weiteren Untersuchungen musste die DNA zunächst aus den Proben isoliert werden. Dies erreichten die Schülerinnen und Schüler, indem sie die Fleischproben mit einem Mixer homogenisierten. Mittels verschiedener Flüssigkeiten erreichten sie eine Trennung der zur Verfügung stehenden Proben in drei Teile: eine Fettschicht, eine klare Flüssigkeit, die als Überstand bezeichnet wird, in welcher sich nun die DNA befindet, sowie Überreste, die sich am Boden befinden.
Den Überstand pipettierten die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Mikropipetten heraus. Nach drei weiteren Waschschritten der DNA und sich jeweils anschließendem Zentrifugieren hatten sie schließlich die DNA isoliert.

Der nächste Vorbereitungsschritt der Versuchsreihe war die Vervielfältigung der DNA mittels der Polymerasekettenreaktion (kurz: PCR) im Thermocycler. Hierzu gaben sie die benötigten Komponenten, die zur DNA- Replikation benötigt werden, zu der isolierten DNA und stellten sie anschließend in den Thermocycler. In diesem Gerät wird die DNA innerhalb von ca. 2 Stunden millionenfach vervielfacht, welches Voraussetzung für die weitere Untersuchung und Auswertung ist.

Während dieser (Warte)Zeit, wurden unter Anleitung selbst Gele hergestellt, die für die spätere Gelelektrophorese benötigt wurden.
Das Ziel einer Gelelektrophorese ist es, anhand verschiedener Vergleichsbandenmuster zu analysieren, welches Bandenmuster die vorliegende Döner- Probe zeigt, um von diesem Bild auf die verwendete Fleischprobe und ihrer Herkunft Rückschlüsse zu ziehen.
Im Allgemeinen funktioniert es so, dass die Proben der Döner-DNA in kleine Geltaschen einpipettiert werden und bei Inbetriebnahme der Gelapparatur durch die negative Ladung der DNA diese in Richtung des positiven Pols durch das Gel wandert.
Je nachdem wie lang die DNA – Stücke sind, diese sind je nach Tierart unterschiedlich, wandern die DNA-Fragmente eine kleinere oder größere Strecke durch das Gel. Dabei gilt je kleiner das DNA-Fragment, desto weiter ist die zurückgelegte Strecke.
Die Schülerinnen und Schüler führten fünf verschiedene Proben in ihre selbst erstellten Gele ein. Einen Marker, welcher zeigt, dass das Gel als solches funktioniert, indem er auf verschiedenen Ebenen des Gels Banden hinterlässt. Eine Positivkontrolle zu ihrem spezifischem Döner-Fleisch (Huhn/Pute) bzw. (Schwein/ Rind) sowie eine weitere Positivkontrolle, um herauszufinden, ob in den Proben noch andere Tierarten enthalten sind wie z.B. Schwein oder Huhn. Dazu kommt noch die zu untersuchende isolierte DNA mit den spezifischen Primern je nach Fragestellung sowie eine Negativkontrolle, in welcher keine DNA enthalten war und welche als Sauberkeitsnachweis gilt.

Nachdem die Gelelektrophorese beendet war, konnten die Schülerinnen und Schüler anhand der entstandenen Banden, die die Proben je nach Länge der Wanderung im Gel hinterlassen haben, erkennen, welche spezifische Tierart-DNA sich in unserem Döner befand.

Leider waren die Ergebnisse nicht eindeutig auszuwerten. Dennoch waren alle Schülerinnen und Schüler sehr zufrieden mit den gesammelten Erfahrungen.


Was haben Hochzeit, Currywurst und Fahrräder mit dem Bau eines Autos zu tun?

(deil) Diese Fragen können die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 des beruflichen Gymnasiums der Fachrichtung Wirtschaft sowie die Auszubildenden zur Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement seit der Betriebsbesichtigung in Europas größter Automobilfabrik in Wolfsburg beantworten. Sie erlebten die Geburt eines VW Tiguan und T-Roc hautnah mit. In Golfbahnen startete die Besichtigung des Presswerkes, in dem aus Stahl unterschiedliche Formteile für die Autos hergestellt werden. Während einer rasanten Autofahrt begegneten sie Hunderten von VW-Mitarbeitern, die sich mit Werksfahrrädern auf dem Gelände bewegen. 15 Stunden später wird die Hochzeit stattfinden, also die Zusammenführung der Karosserie mit dem Fahrwerk. In der rund 90-minütigen Tour erhielten die Lernenden einen umfassenden Einblick in die Automobilproduktion und waren mehrfach beeindruckt von der Anordnung und Umsetzung des Produktionsablaufes. Jedes Jahr werden 650 Auszubildende beschäftigt, vom Fleischer über den Floristen bis hin zu den Industriekaufleuten, Lackierern und Mechanikern. Doch auch wenn das Prinzip der job-rotation für einen abwechslungsreichen Arbeitstag sorgen soll, war sich ein Großteil der Auszubildenden einig: “Einige dieser Jobs sind ganz schön monoton, da haben wir es besser.“ Diese Aussage werden die begleitenden Lehrerinnen Astrid Deilke und Petra Barnofske sowie Andreas Schliefkowitz in der Zukunft zu Motivationszwecken bestimmt nochmal einsetzen.

Höxter, 16.12.2019