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Verlängerung der Abgabefrist für Praktikantenverträge in der Fachoberschule

Die Praktikantenverträge für die Klasse 11 der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales können noch bis zum 31.05.2021 eingereicht werden.

Auf Grund der Corona-Situation sehen sich aktuell viele Träger von Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen nicht in der Lage eine verbindliche Zusage für ein einjähriges Praktikum zu geben bzw. die Praktikumsverträge für die Klasse 11 der Fachoberschule zu schließen.

Aus diesem Grund verlängert das Berufskolleg Kreis Höxter die Frist zur Abgabe der Praktikumsverträge. Diese können noch bis zum 31.05.2021 nachgereicht werden.

Bewerberinnen und Bewerber, die auch dann noch keinen Praktikumsplatz gefunden haben, können sich an das Schulbüro (info@bkhx.de)  bzw. an Herrn Rauchmann (rauchmann@bkhx.de) wenden. Wir werden versuchen Sie bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz nach Kräften zu unterstützen.


Land fördert hochmodernes Bildungszentrum von Kreis und Kreishandwerkerschaft

20 Millionen Euro für Ausbildung der Fachkräfte von morgen

Gute Nachrichten für junge Menschen und Betriebe im Kreis Höxter: Mit einer Großinvestition in Höhe von 20 Millionen entsteht in Brakel ein modernes Bildungszentrum für die Fachkräfte von morgen. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart überreichte heute gemeinsam mit Regierungspräsidentin Judith Pirscher die Förderzusage von Bund und Land in Höhe von fast 16 Millionen Euro an Landrat Michael Stickeln und den Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, Gerald Studzinsky. Sie waren in die Landeshauptstadt gereist, um den Bescheid im Wirtschaftsministerium in Düsseldorf persönlich entgegenzunehmen.

Minister Pinkwart hob die Bedeutung des überregional einzigartigen Kooperationsvorhabens hervor, das gemeinsam vom Kreis Höxter und der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg in Brakel realisiert wird. „Damit zeigt der Kreis Höxter: Der Schlüssel zum Erfolg ist eine hochwertige und moderne Ausbildung für die Fachkräfte von morgen“, so Minister Pinkwart.

Begeistert zeigte sich auch Regierungspräsidentin Judith Pirscher von dem Vorhaben: „Damit bieten die beiden Bildungsträger jungen Menschen hervorragende Bildungs- und Ausbildungschancen und unterstützen die heimischen Betriebe durch eine zeitgemäße Ausbildung ihres Nachwuchses  – eine Ausbildung, die Schritt hält mit der rasanten Digitalisierung aller Wirtschaftszweige.“ Sie freue sich, dass die öffentliche Hand dem Kreis Höxter und der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg mit dieser erheblichen Förderung helfe, diese wichtigen Aufgaben künftig noch besser wahrzunehmen. Gefördert wird das gemeinsame Investitionsprojekt aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen beteiligen mit einem Zuschuss von 80 Prozent an den Gesamtkosten. Der Kreis Höxter und die Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg tragen 20 Prozent des Gesamtbudgets für das Projekt.

„Heute ist ein glücklicher Tag für die Zukunft unseres Kreises Höxter. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist eine Investition in exzellente Ausbildungschancen junger Menschen ein Lichtblick, der nach vorne weist“, sagte Landrat Michael Stickeln. „Mit dem Bildungszentrum schaffen wir einen neuen Leuchtturm am Bildungscampus Bohlenweg in Brakel. Dies ist für den Kreis Höxter eine der größten Investitionen der letzten Jahrzehnte, die nur möglich ist dank der großzügigen Förderung und des Zusammenwirkens mit der Kreishandwerkerschaft“, so Stickeln weiter. Dies bestätige, dass der Kreis und die Kreishandwerkerschaft mit ihrer beispielgebenden Lernortkooperation den richtigen Weg eingeschlagen haben. „Durch die Investition in den Neubau eines hochmodernen Bildungszentrums direkt am Berufskolleg Kreis Höxter schaffen wir Zukunft“, gab er seiner Freude über die hohe Förderung Ausdruck.

Noch in diesem Jahr soll am Standort des alten Bildungszentrums im Bohlenweg in Brakel der Grundstein werden. Voraussichtlich bis Ende 2023 soll dort ein Neubau mit einer Nutzfläche von rund 3.400 Quadratmetern mit Werkstätten, Laboren und Unterrichtsräumen entstehen.

100 Jahre nach Gründung der Kreishandwerkerschaft gehen das Kreisberufskolleg Höxter und die Kreishandwerkerschaft dafür eine außergewöhnliche Lernortkooperation am Bildungscampus Bohlenweg in Brakel ein. „Für die Qualifizierung des Nachwuchses in den Handwerksberufen im Kreis Höxter bieten sich durch die Lernortkooperation mit dem Kreisberufskolleg viele Vorteile“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, Gerald Studzinsky. Es entstehe ein Lernort mit modernster Ausstattung, der den wachsenden Anforderungen der Betriebe an die Ausbildungsqualität in den Fachbereichen Elektro, Metall, Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk, Holz und Technik Rechnung trage. „Durch einen energieeffizienten und konzeptionell durchdachten Neubau werden Ressourcen geschont und Raum für zukunftsfähige Verzahnungen zwischen Theorie und Praxis geschaffen“, so Studzinsky. Mit der Förderzusage durch das Land bleibe die Region in der handwerklichen Ausbildung für weitere Generationen zukunftsfähig. Die Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg setze sich nunmehr seit genau 100 Jahren für die Belange des Handwerks im ländlichen Kreis Höxter ein und ist seit vielen Jahren regionaler Partner für Betriebe, Innungen, Kammern, Berufsverbände sowie für Berufskollegs, allgemeinbildende Schulen und für das Jobcenter sowie der Agentur für Arbeit ein anerkannter Bildungsdienstleister.

„Der Kreis Höxter als Schulträger arbeitet seit vielen Jahren konstruktiv und vertrauensvoll mit der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg zusammen“, sagte Landrat Michael Stickeln. Durch die gemeinsame Planung und Realisierung des neuen Bildungszentrums werde die bewährte Kooperation weiter gefestigt und um zusätzliche Inhalte ergänzt.

„Ziel des neuen Lernortes ist es, eine bedarfsangepasste und nachhaltige Bildungsinfrastruktur für eine hochwertige Ausbildung in Handwerksberufen und in der Ausbildungsvorbereitung zu schaffen“, begrüßte auch der Leiter des Berufskollegs Kreis Höxter, Michael Urhahne, den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg. Davon profitierten nicht nur die beiden Bildungsträger durch die Bündelung von Ressourcen und die Nutzung von Synergien, sondern vor allem die Auszubildenden und die Ausbildungsbetriebe in der Region. Mit exzellent ausgestatteten Werkstätten, Laboren und Unterrichtsräumen entstehe ein innovativer Lernort, der durch die Kooperation des Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises und der Kreishandwerkerschaft optimal genutzt werden könne. „Der Bildungscampus bedeutet eine Riesenchance für die qualitative Aufwertung der beruflichen Bildung in unserer Region“, so Urhahne.


Kreis Höxter investiert dank Förderung 60.000 Euro

NAO und Pepper: Humanoide Roboter verbessern Eigenmotivation beim Lernen

Insgesamt 54.000 Euro fließen aus Mitteln der Bund und Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in die Ausstattung des Berufskollegs Kreis Höxter am Standort Brakel. „Dank der Fördermittel vom Land können wir mit der Anschaffung von sieben humanoiden Robotern einen echten Schritt nach vorne machen“, bringt Kreisdirektor Klaus Schumacher als Fachbereichsleiter Bildung und Kreisentwicklung seine Freude zum Ausdruck. Mit den neuen Robotern werden Schülerinnen und Schüler aus den unterschiedlichen Fachbereichen Technik, Gesundheit und Soziales arbeiten.

„Wir sind sehr froh, dass unser Antrag beim Land auf offene Ohren gestoßen ist. Den Eigenanteil von 6.000 Euro wird aus dem Budget der Schule bezahlt“, erklärt Schumacher. „Das ist gut angelegtes Geld, mit der Anschaffung der sieben Roboter sind wir auf der Höhe der Zeit und können unseren Schülerinnen und Schülern am Berufskolleg Kreis Höxter modernste Technik anbieten.“

Die gemeinsame Nutzung der humanoiden Roboter soll die zu behandelnden Themenfelder in den jeweiligen Bildungsgängen stärker für interdisziplinäre Zusammenarbeit öffnen. „Mit flexibel zu gestaltenden Lernszenarien verbessern die beiden Roboter Pepper und NAO die Eigenmotivation beim Lernen von naturwissenschaftlichen Themenfeldern in den Bereichen der Berufsfachschule Ingenieurtechnik, Informationstechnik, Fachoberschule Gesundheit und Soziales sowie der Fachschule des Sozialwesens und fördern somit letztendlich die Kreativitätsentwicklung“, erläutert Schulleiter Michael Urhahne. „Gerade die Verknüpfung der Berufsfelder Gesundheit, Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege mit dem Berufsfeld Technik stellt ein besonders wichtiges gesellschaftliches Handlungsfeld dar, das mit der neuen Anschaffung nun intensiver angegangen werden kann.“

„Durch die informationstechnologische Verknüpfung unterschiedlichster Bereiche ist es möglich und auch erforderlich, Lernen in der Schule nicht nur fächerübergreifend und handlungsorientiert, sondern vor allem auch interdisziplinär auszurichten“, sagt er. Diese Interdisziplinarität orientiere sich an einem Handlungsprodukt und solle somit verstärkt auch in der Berufsfachschule, Berufsschule und Fachschule Eingang finden und die berufliche Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler wesentlich stärken. „Dabei ist wichtig, dass die Zusammenarbeit der Fachbereiche Technik, Gesundheit und Soziales die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzt und in den Vordergrund stellt.“

„Die digitale Transformation macht auch vor dem sozialen Dienstleistungssektor nicht Halt und tangiert zunehmend die Tätigkeitsfelder des Sozialwesens in Quantität wie auch Intensität“, weiß Urhahne. „Daher wollen wir unsere Schülerinnen und Schüler fit machen, denn zukünftige Fachkräfte sind auf digitale Kompetenzen angewiesen.»

„Die humanoiden Roboter Pepper und NAO sind die perfekten Assistenten für uns Pädagogen“, erläutert Dieter Rauchmann, Bildungsgangleiter der Fachoberschule für Gesundheit und Soziales. „Ihr visuelles und intuitives Interface, also die Schnittstelle, erleichtert die Inhaltserstellung, um den Lehrbetrieb etwa auf den Einzelunterricht oder auf kleine Gruppen abzustimmen.“ Humanoide Roboter würden dabei helfen, neue, attraktive pädagogische Themen einzuführen. „Sie wenden PBL-Ansätze an, also das problembasierte Lernen. Damit helfen sie den Schülerinnen und Schülern beim Entwickeln von Problemlösungen und Analysefähigkeiten, die für einen erfolgreichen Start in eine wissensbasierte und hochtechnologische Gesellschaft erforderlich sind“, erklärt Rauchmann. Anmeldungen zu den Bildungsgängen sind bis zum 12. März möglich.


Online- Backen und Kochen am BKHX fördert die Selbständigkeit und Kreativität

Brakel. Mit Beginn des Lockdowns wurden die Lehrerinnen der Hauswirtschaft am Berufskolleg Kreis Höxter kreativ und haben „Das große Online-Backen und Kochen“ im Homeschooling-Unterricht initiiert. Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgungsmanagement sowie für Kinderpflege und Sozialassistenz konnten in den vergangenen Wochen die eigene Küche erforschen und dort schmackhafte Gerichte und Gebäcke selbst herstellen. 

„Nach einer kurzen Online- Lektion über die Funktionen des Backofens sowie die notwendige Gartechnik wählen sich die Schülerinnen und Schüler ein Rezept aus und beginnen mit der Arbeitsphase. Eingekauft wurde dafür natürlich schon im Voraus. Manchmal mussten auch Nachbarn um eine Leihgabe gebeten werden.“, erläutert Fachlehrerin Teresa Klieber den Ablauf.  Während des Arbeitens stehen die Fachlehrerinnen stetig für Nachfragen im Onlineunterricht zur Verfügung, helfen bei Problemen und korrigieren, wenn es notwendig ist.  Abschließend werden die Ergebnisse als Bilder oder Collagen, teilweise sogar ganze Videos zugesendet und in der Gruppe besprochen. „So haben wir einen Überblick über die Ergebnisse und können diese, zumindest nach Anschauung, in Ruhe bewerten“, erklärt Fachlehrerin Hildegard Nutt. Auch in den sozialen Netzwerken der Schule werden die Ergebnisse zum Nachkochen geteilt. Das Kollegium und die Schulleitung sind von den Ergebnissen begeistert. „Ich unterrichte so das erste Mal in der Kochpraxis und stelle Erstaunliches fest: Die Schülerinnen und Schüler wachsen über sich hinaus. Das ist großartig anzusehen!“, so Hildegard Nutt, die seit 40 Jahren am Berufskolleg unterrichtet. „Auch bei mir selbst klappt das Online-Unterrichten immer besser.“ Mittlerweile haben auch die Schülerinnen und Schüler Geschmack am Online-Kochen und Backen gefunden und manche hätten sich vorstellen können auch weiterhin zu Hause zu bleiben. Aber jetzt heißt es wieder im Präsenzunterricht nochmal alles zu geben um einen weiteren Abschluss zu erreichen.

Homeschooling kann also sehr positiv wahrgenommen werden. Interessierte können sich noch bis zum 12. März für einen Bildungsgang am Berufskolleg Kreis Höxter bewerben (www.bkhx.de)

©Teresa Klieber

 


Digitale Zusammenarbeit zwischen dem Berufskolleg Kreis Höxter und der WIH – Wirtschaftsinitiative im Kreis Höxter

(Görtz) Zwei Lernorte sind Grundlage für das Erfolgsmodell der Dualen Berufsausbildung. Mit der praktischen Ausbildung im Betrieb und durch den theoretischen Berufsschulunterricht lernen die Auszubildenden für Beruf und Arbeitswelt. Die Digitalisierung führt zu deutlich veränderten beruflichen Settings. Der aktuelle Wandel in der Arbeitswelt bringt, in rasantem Tempo, zahlreiche neue Anforderungen und Herausforderungen für Auszubildende und ihre Ausbilder/-innen sowie Lehrer/-innen mit sich.

Nadine Buß, Berufskolleg Kreis Höxter

Am ersten Dienstag im Monat geht es in halbstündigen Learningsnacks um Themen wie E-Mail-Knigge, Videokonferenzgestaltung oder Moderations- und Lernapps wie Padlet, Oncoo oder Quizlet. „An den Videokonferenzen gefällt mir besonders gut der Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Betrieben und Schule. Bisher wurden die Fortbildungen von Lehrerinnen und Lehrern gestaltet. Für die nächsten Snacks wünsche ich mir, dass die Auszubildenden oder auch Ausbilderinnen und Ausbilder Themen moderieren,“ so Petra Görtz vom Berufskolleg Kreis Höxter, außerdem funktioniere das Netzwerk der WIH und die Verbindung über die Weser zum niedersächsischen Wirtschaftskreis Weserpulsar e.V. hervorragend und es seien immer auch Unternehmen aus dem Kreis Holzminden dabei. „Das niederschwellige Angebot nimmt vielen Interessierten potentielle Berührungsängste und fördert daher den lebhaften Austausch und die Zusammenarbeit im Netzwerk,“ erklärt Mark Becker, Vorstand der Wirtschaftsinitiative im Kreis Höxter.

Teilnehmer*innen Learningsnack

„Online-Formate ersetzen weder den Unterricht noch persönliche Treffen, aber sie bereichern das Lernen und den Austausch zwischen den Beteiligten der beruflichen Bildung. Etwas das gerade in Zeiten Corona bedingter Lockdowns wertvoll ist,“ meint Schulleiter Michael Urhahne, „deshalb sind bereits weitere Mikrofortbildungen geplant: Tools zum Einholen von Feedback in Veranstaltungen und Unterricht stehen und das gemeinsame Arbeiten an geteilten Dokumenten, Tabellen und Präsentationen stehen als nächstes  auf der digitalen Agenda.“  

Kontakt: goertz@bkhx.de                            


Land fördert hochmodernes Bildungszentrum von Kreis und Kreishandwerkerschaft

20 Millionen Euro für Ausbildung der Fachkräfte von morgen

Gute Nachrichten für junge Menschen und Betriebe im Kreis Höxter: Mit einer Großinvestition in Höhe von 20 Millionen entsteht in Brakel ein modernes Bildungszentrum für die Fachkräfte von morgen. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart überreichte heute gemeinsam mit Regierungspräsidentin Judith Pirscher die Förderzusage von Bund und Land in Höhe von fast 16 Millionen Euro an Landrat Michael Stickeln und den Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, Gerald Studzinsky. Sie waren in die Landeshauptstadt gereist, um den Bescheid im Wirtschaftsministerium in Düsseldorf persönlich entgegenzunehmen.

Minister Pinkwart hob die Bedeutung des überregional einzigartigen Kooperationsvorhabens hervor, das gemeinsam vom Kreis Höxter und der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg in Brakel realisiert wird. „Damit zeigt der Kreis Höxter: Der Schlüssel zum Erfolg ist eine hochwertige und moderne Ausbildung für die Fachkräfte von morgen“, so Minister Pinkwart.

Begeistert zeigte sich auch Regierungspräsidentin Judith Pirscher von dem Vorhaben: „Damit bieten die beiden Bildungsträger jungen Menschen hervorragende Bildungs- und Ausbildungschancen und unterstützen die heimischen Betriebe durch eine zeitgemäße Ausbildung ihres Nachwuchses  – eine Ausbildung, die Schritt hält mit der rasanten Digitalisierung aller Wirtschaftszweige.“ Sie freue sich, dass die öffentliche Hand dem Kreis Höxter und der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg mit dieser erheblichen Förderung helfe, diese wichtigen Aufgaben künftig noch besser wahrzunehmen. Gefördert wird das gemeinsame Investitionsprojekt aus der „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen beteiligen mit einem Zuschuss von 80 Prozent an den Gesamtkosten. Der Kreis Höxter und die Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg tragen 20 Prozent des Gesamtbudgets für das Projekt.

„Heute ist ein glücklicher Tag für die Zukunft unseres Kreises Höxter. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist eine Investition in exzellente Ausbildungschancen junger Menschen ein Lichtblick, der nach vorne weist“, sagte Landrat Michael Stickeln. „Mit dem Bildungszentrum schaffen wir einen neuen Leuchtturm am Bildungscampus Bohlenweg in Brakel. Dies ist für den Kreis Höxter eine der größten Investitionen der letzten Jahrzehnte, die nur möglich ist dank der großzügigen Förderung und des Zusammenwirkens mit der Kreishandwerkerschaft“, so Stickeln weiter. Dies bestätige, dass der Kreis und die Kreishandwerkerschaft mit ihrer beispielgebenden Lernortkooperation den richtigen Weg eingeschlagen haben. „Durch die Investition in den Neubau eines hochmodernen Bildungszentrums direkt am Berufskolleg Kreis Höxter schaffen wir Zukunft“, gab er seiner Freude über die hohe Förderung Ausdruck.

Noch in diesem Jahr soll am Standort des alten Bildungszentrums im Bohlenweg in Brakel der Grundstein werden. Voraussichtlich bis Ende 2023 soll dort ein Neubau mit einer Nutzfläche von rund 3.400 Quadratmetern mit Werkstätten, Laboren und Unterrichtsräumen entstehen.

100 Jahre nach Gründung der Kreishandwerkerschaft gehen das Kreisberufskolleg Höxter und die Kreishandwerkerschaft dafür eine außergewöhnliche Lernortkooperation am Bildungscampus Bohlenweg in Brakel ein. „Für die Qualifizierung des Nachwuchses in den Handwerksberufen im Kreis Höxter bieten sich durch die Lernortkooperation mit dem Kreisberufskolleg viele Vorteile“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, Gerald Studzinsky. Es entstehe ein Lernort mit modernster Ausstattung, der den wachsenden Anforderungen der Betriebe an die Ausbildungsqualität in den Fachbereichen Elektro, Metall, Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk, Holz und Technik Rechnung trage. „Durch einen energieeffizienten und konzeptionell durchdachten Neubau werden Ressourcen geschont und Raum für zukunftsfähige Verzahnungen zwischen Theorie und Praxis geschaffen“, so Studzinsky. Mit der Förderzusage durch das Land bleibe die Region in der handwerklichen Ausbildung für weitere Generationen zukunftsfähig. Die Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg setze sich nunmehr seit genau 100 Jahren für die Belange des Handwerks im ländlichen Kreis Höxter ein und ist seit vielen Jahren regionaler Partner für Betriebe, Innungen, Kammern, Berufsverbände sowie für Berufskollegs, allgemeinbildende Schulen und für das Jobcenter sowie der Agentur für Arbeit ein anerkannter Bildungsdienstleister.

„Der Kreis Höxter als Schulträger arbeitet seit vielen Jahren konstruktiv und vertrauensvoll mit der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg zusammen“, sagte Landrat Michael Stickeln. Durch die gemeinsame Planung und Realisierung des neuen Bildungszentrums werde die bewährte Kooperation weiter gefestigt und um zusätzliche Inhalte ergänzt.

„Ziel des neuen Lernortes ist es, eine bedarfsangepasste und nachhaltige Bildungsinfrastruktur für eine hochwertige Ausbildung in Handwerksberufen und in der Ausbildungsvorbereitung zu schaffen“, begrüßte auch der Leiter des Berufskollegs Kreis Höxter, Michael Urhahne, den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg. Davon profitierten nicht nur die beiden Bildungsträger durch die Bündelung von Ressourcen und die Nutzung von Synergien, sondern vor allem die Auszubildenden und die Ausbildungsbetriebe in der Region. Mit exzellent ausgestatteten Werkstätten, Laboren und Unterrichtsräumen entstehe ein innovativer Lernort, der durch die Kooperation des Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises und der Kreishandwerkerschaft optimal genutzt werden könne. „Der Bildungscampus bedeutet eine Riesenchance für die qualitative Aufwertung der beruflichen Bildung in unserer Region“, so Urhahne.


Distanzunterricht mal ohne Probleme

„Echt cool, wie das heute möglich ist zu Hause zu sitzen und trotzdem am Unterricht teilzunehmen! Delia Razlaf aus der Fachoberschule Gesundheit am Berufskolleg Kreis Höxter ist total begeistert: „Und das geht jetzt schon von Anfang an, also seit dem ersten Lockdown im März 2020, dass wir ohne Probleme im Onlineunterricht sitzen. Selbst wenn man aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe nicht am Präsenzunterricht teilnehmen kann, wird man einfach online dazugeschaltet und bekommt alle Unterrichtsinhalte mit und verpasst nichts, erklärt uns die Schülerin, die im Sommer 2021 die Fachhochschulreife mit Schwerpunkt Gesundheit erlangen will. Klar also, dass Delia auch im zweiten Lockdown keine Schwierigkeiten hatte sich online zuzuschalten und Unterricht in Echtzeit zu verfolgen.

Bildaufnahme vor Corona (Januar 2020): v.l.: Delia Razlaf, Celina Weiß, Mayra Boeller

Derweil viele andere Schulen auch nach elf Monaten Corona immer noch keine geeigneten Lösungen für das Lernen daheim gefunden haben, zeigt sich das Berufskolleg Kreis Höxter modern, schülerorientiert und technisch auf dem neuesten Stand. Mit Highspeed-Internet gibt es kein Ruckeln, keine Verzögerungen. Alle können mitmachen, egal, ob sie einen Superrechner haben oder mit ihrem Handy dabei sind. Auf Bedarf gibt es kostenlos ein Leihgerät der Schule, sollte es mal irgendwo digital hapern oder finanziell eng werden. „Wir müssen uns den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen und können uns nicht hinter grünen Tafeln und Kreide verstecken. Darum haben wir in den letzten Jahren viel in die digitale Infrastruktur des Berufskollegs investiert“, betont Schulleiter Michael Urhahne. Und das zahle sich jetzt aus! Durch die Arbeit mit der Internetplattform „Microsoft Teams“ ist der Schule nicht nur eine hervorragende Vernetzung von Lehrenden und Lernenden gelungen. Auch bereitet es super auf das Berufsleben vor, denn 80% aller Industriebetriebe und größeren sozialen Einrichtungen arbeiten mittlerweile mit diesem Programm. Das BKHX in Brakel und Höxter ist Referenzschule von Microsoft und hat auch deshalb einen entscheidenden Vorsprung vor vielen anderen schulischen Institutionen. Das weiß auch die Lehrerschaft des BKHX zu schätzen, denn durch die neu geschaffenen Strukturen sind ganz neue und kreative Lern- und Lehrmethoden möglich geworden und kann damit bei Bedarf ohne Lernverlust von Präsenz- in den Distanzunterricht wechseln. So blickt Delia Razlaf mit ihren Mitschülerinnen Celina Weiß und Mayra Boeller ganz gelassen auf die nächsten Monate, in dem ihr Abschluss in Gesundheit bevorsteht, weil das BKHX nicht nur von digitalen, modernen Lernmethoden spricht, sondern diese auch schon seit langem in Unterricht und Lehrplan integriert hat.


BKHX trifft Praxis

  1. Praxistransfer „Berufskolleg Kreis Höxter trifft Praxis“ zum Thema „Rechtsgrundlagen des E-Commerce“

(Görtz/Sprock) Jeder stimmt den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu, aber wer liest sie? Wann kommt ein Vertrag im Online-Handel zustande? Welche Pflichten habe ich als Shopbetreiber? Wie kulant sind die Online-Händler? Antworten auf diese und ähnliche Fragen gab Rechtsanwalt Dr. Daniel Wittig den Studierenden der Fachschule für Wirtschaft sowie Gästen aus der örtlichen Wirtschaft in Vortrag und Austausch im erstmalig digitalen Plenum. „In der Vergangenheit haben wir bereits unterschiedliche Veranstaltungsformate ausprobiert. Beim letzten Mal konnten wir uns noch gemeinsam mit vielen Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaftsinitiative im Kreis Höxter zu einem Wirtschaftsfrühstück treffen und uns intensiv über regionale Wirtschaftsthemen austauschen.

Das geht in diesem Jahr bekanntermaßen nicht. Umso wichtiger war es uns, den Praxistransfer digital stattfinden zu lassen und das Studium in der Wirtschaftsfachschule auch weiterhin mit Expertenwissen von außen anzureichern“, so Petra Görtz vom Berufskolleg Kreis Höxter.  „Das hat hervorragend funktioniert,“ ergänzt die Organisatorin des Praxistransfers Sonja Sprock, „über unsere Videokonferenzplattform in Teams ist auch die Einladung externer Gäste kein Problem und die stabile Verbindung so immer gut gewährleistet.“ Marc-Alexander Gregor als Bildungsgangleiter der Fachschule für Wirtschaft freute sich, „dass es mit dieser Veranstaltung wieder einmal gelungen ist, Praxiswissen zu transferieren und so den Studierenden der Fachschule eine praxis- und zielorientierte Ausbildung an unserer Schule zu ermöglichen

Online-Handel könnte so einfach sein, wären da nicht die zahlreichen Anforderungen, die an die Präsentation einer Website und den Verkauf über das Internet gestellt werden. Dr. Wittig schaffte es aber in seinem Power-Point gestützten Vortrag, diese Rechtspflichten anschaulich und auf das Wesentliche reduziert zu transportieren. Zahlreiche Beispiele aus seinem beruflichen Wirken, aber auch aus seiner Lehrtätigkeit an der Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, sorgten dabei für eine kurzweilige und spannende Veranstaltung. Der anschließende Austausch im Plenum zeigte, dass die Verbindung von bekanntem Rechtswissen mit neuen Aspekten des digitalen Handels sowohl bei den Studierenden als auch den Lehrenden auf großes Interesse stieß. Insgesamt gab es von allen Seiten nur positive Rückmeldungen und den Wunsch, diese Vortragsreihe, auch gerne digital, fortzusetzen.


Projekt „Digi Lab Being Social“: Planungen laufen auf Hochtouren

Kreis Höxter stärkt am Berufskolleg den Bereich Gesundheit und Soziales

Rund 1,2 Millionen Euro nimmt der Kreis Höxter in die Hand, um im Berufskolleg Kreis Höxter am Standort Brakel die Zukunft einzuläuten. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Hilfe der Fördermittel ein völlig neues Kapitel in der Geschichte unseres Berufskollegs aufschlagen können“, gerät Landrat Michael Stickeln ins Schwärmen, wenn er an die modernen Umbaumaßnahmen denkt, die für die Einrichtung des sogenannten „Digi Lab Being Social“ vorgesehen sind.

Vor den Plänen zum Digi Lab Being Social (von links): Schulleiter Michael Urhahne und Kreisdirektor Klaus Schumacher freuen sich gemeinsam mit Kerstin Eller und den beiden Schülerinnen Viktoria Lang und Hannah Bickmann von der Schülervertretung auf den Baubeginn dieser zukunftsweisenden Maßnahme.
Foto: Kreis Höxter

Diese Schulbaumaßnahme am Berufskolleg Kreis Höxter entspricht den neuesten mediendidaktischen und sozialpädagogischen Standards sowie den aktuellen Rahmenbedingungen im Bereich der Digitalisierung für den sozialen Bereich. „Ich kann mir vorstellen, dass manche Menschen bei dem Namen des Projektes ins Grübeln kommen“, erläutert Stickeln mit einem Augenzwinkern, „doch hinter dem englischen Begriff Digi Lab Being Social steht das anspruchsvolle, zukunftsgerichtete Ziel, an unserer Schule eine praxisnahe, ergebnisorientierte und selbstorganisierte moderne Lern- und Laborumgebung für den Bereich Gesundheit und Soziales anbieten zu können.“

Um ein nachhaltiges lernförderliches Klima zu schaffen, werden die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen unter Berücksichtigung von ergonomischen Gesichtspunkten sowie modernen Beleuchtungskonzepten und einer zeitgemäßen Raum- und Farbegestaltung geplant. Schulleiter Michael Urhahne sieht dem Umbau ebenfalls mit Freude entgegen: „Arbeit 4.0 wirkt sich auch auf Berufe in den Bereichen Soziales und Gesundheit aus. Das bilden wir ab. Die neu zugeschnittenen Räume ermöglichen es, den Unterricht anders zu gestalten.“ So bestehe vor allem die Möglichkeit, die Räume sehr flexibel nutzen zu können.

„Das breite Spektrum an Lern- und Unterrichtskonzepten, wie zum Beispiel Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Arbeit im Plenum, Simulation von Praxissituationen, Recherchearbeit oder  Präsentationen erfordern Räumlichkeiten, die einen unkomplizierten Wechsel zwischen den Lernmethoden ermöglichen“, erläutert Urhahne. Deshalb ist auch vorgesehen, dass die Nutzer flexibel und spontan entscheiden können, wann und wieviel Offenheit besteht oder wann Abgeschlossenheit erforderlich ist. „Diese offene Raumsituation und vor allem die entsprechende Ausstattung mit flexiblem Mobiliar werden uns diese Kombinationskreativität in der Nutzung ermöglichen“, so Urhahne.

Für das 1,2 Millionen schwere Projekt erhält der Kreis Höxter finanzielle Unterstützung aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 50 Prozent sowie aus Mitteln der Bund-Länder Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 30 Prozent. „Die Planungen laufen längst auf Hochtouren, im Sommer soll es losgehen“, sagt Kreisdirektor Klaus Schumacher, Leiter des Fachbereichs Bildung und Kreisentwicklung. Das „Digi Lab Being Social“ ist primär für die sozialpädagogischen Ausbildungsberufe Erzieherinnen und Erzieher, Heilerziehungspflegerin und Heilerziehungspfleger, Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger sowie Sozialassistentinnen und Sozialassistenten vorgesehen. Im Schuljahr 2018/2019 werden am Berufskolleg Kreis Höxter in diesen Berufsfeldern 255 Auszubildende unterrichtet.

„Neben den sozialpädagogischen Ausbildungsberufen erfolgt die Nutzung auch durch die Fachoberschule Soziales und Gesundheit“, erklärt Schumacher. „Hier sind zurzeit 192 Schülerinnen und Schülern in vollzeitschulischer Ausbildung.“ Desweitern werde das berufliche Gymnasium für Erziehung und Gesundheit mit 142 Schülerinnen und Schüler in das Nutzungskonzept integriert. „Somit sind 589 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs Kreis Höxter in dieses Konzeptvorhaben eingebunden“, so Schumacher. Und er verweist auf eine weitere Zielgruppe – berufserfahrene Erzieherinnen und Erzieher sowie Fachkräfte der Heilerziehungspflege.

„In Vorabgesprächen mit Führungskräften aus sozialen Einrichtungen wurde deutlich, dass ein großes Interesse an diesem praxisnahen und innovativen Vorhaben durch sogenannte Aufbaubildungsgänge besteht, unter anderem zum Thema Medienpädagogik“, erklärt Gabriele Böker vom Kreis Höxter, Leiterin der Abteilung Schule und Kultur. Diese hohe Akzeptanz bei den sozialen Einrichtungen stärke nachhaltig die Lernortkooperation Berufsschule und Einrichtung. „Die gemeinsame Weiterqualifizierung von Erzieherinnen und Erziehern, Fachkräften und Berufsschullehrern soll durch dieses Projektvorhaben aktiv unterstützt und ausgebaut werden.“

Bei dem Entwurf für die Gestaltung des zweiten Obergeschosses kann man schön erkennen, wie außergewöhnlich die Raumkonzepte sind, die unterschiedliche Nutzungen ermöglichen.
Foto: Kreis Höxter

Erreichbarkeit des Schulbüros

Unsere Schulbüros in Brakel und auch in Höxter sind erreichbar. Bitte prüfen Sie, ob Anliegen telefonisch oder per E-Mail geklärt werden können.

Besuche sind nur nach telefonischer Terminvereinbarung möglich.