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Studienfahrt der FOS Gesundheit und Soziales nach Südengland

Nach einem guten Vorbereitungstag, bereits in der zweiten Woche des begonnenen Schuljahres, konnten sich 67 Schülerinnen und Schüler reif für die Insel fühlen. Die Kolleginnen Ina Eikenberg, Dagmar Knies, Hildegard Nutt und Kollege Udo Schlüter hatten all ihre Erfahrungen aus den Klassenfahrten der Vorjahre und ihr kulturelles Wissen um Großbritannien ausgepackt, um die Teilnehmenden bestmöglich auf England einzustimmen.

Am 09.09.2019 erreichte ein roter Bus aus den Niederlanden Brakel, um die Gruppe nach Eastbourne zu fahren. Etwas ungewöhnlich, fanden einige, aber Busunternehmen vor Ort werden immer rarer und es sollte sich herausstellen, dass der niederländische Busfahrer nicht nur super fahren konnte, sondern auch mehrsprachig war, d.h. mit gutem Deutsch und noch besserem Englisch aufwarten konnte, was viele beeindruckte.

Zügig erreichte der Bus ohne Staus und zähfließenden Verkehr den Anleger in Calais, um nach Dover überzusetzen. Die sehr klare Sicht ließ bereits beim Auslaufen der Fähre „Pride of Kent“ die Kreidefelsen der britischen Inseln in der Nachmittagssonne erkennen, fast als ob man mit der Hand nach ihnen greifen könnte. Nach 1 ½ Stunden war Dover erreicht, und das Castle erhob sich, an große Zeiten erinnernd, hoch über den Klippen.

Bis zur Ankunft in Eastbourne sollten nun noch zwei Stunden Busfahrt vergehen, während derer die Gruppe erste Eindrücke der pittoresken Landschaft und der niedlichen Dörfer Südenglands sammelte. Nach Ankunft im Zielort wurden die Schülerinnen und Schüler in die Gastfamilien entlassen, wo sie sich nun mit ihren Englischkenntnissen ausprobieren konnten. Der nächste Tag sollte im Konversationskurs einer Sprachschule weitere sprachliche Barrieren abbauen und neue Impulse für das Abschlussjahr setzen. Am Nachmittag fuhr man dann im Rahmen der „Town Tour“ gemeinsam zur atemberaubenden Kulisse der nahegelegenen Landspitze „Beachy Head“ mit Steilklippen, die 162 Meter ins Meer abfallen. Spektakulär, aber auch beängstigend, wissend darum, dass es nach der Golden Gate Bridge in L.A. der Ort mit den zweithäufigsten Suizidfällen ist.

Das für viele eigentliche Highlight der Fahrt wurde mit der Metropole und englischen Hauptstadt London am Mittwoch angesteuert. Von Greenwich aus, wo die Gruppe den nullten Meridian streifte, ging es nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor der Londoner Skyline und einem kleinen Marsch zum Themseufer auf eine Bootstour, vorbei an etlichen Sehenswürdigkeiten wie Shakespeare’s Globe Theatre, St. Paul‘s Cathedral mit Milleniumbridge, dem Tower of London mit der Towerbridge und dem London Eye, um schließlich an den „Houses of Parliament“ auszusteigen und zu Fuß die Stadt weiter zu entdecken. Nach ersten gemeinsamen Erkundungen der Sehenswürdigkeiten in der „City of Westminster“ begaben die Schülerinnen und Schüler sich zu IHREN Sehenswürdigkeiten, die oftmals vornehmlich in der Oxford Street liegen. Voll bepackt mit allen möglichen Accessoires trat die Gruppe gegen Abend zufrieden und erschöpft die Rückfahrt ab der O2-Arena Richtung Eastbourne an.

Nach einer weiteren Sprachschuleinheit am Donnerstagvormittag wurde es am Nachmittag mit dem Besuch des Royal Pavilion in der Küstenstadt Brighton noch einmal „königlich“. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler den Glanz der britischen Könige des 19. Jahrhunderts und natürlich auch deren ganze Dekadenz bei einer Führung durch das Gebäude nachempfinden. Wer anschließend noch Pfund in der Tasche hatte, für den gab es die Möglichkeit, diese in den berühmten „Lanes“ oder einem großen Shoppingcenter loszuwerden. Einige nahmen die verbliebene Zeit zum Anlass, auf kulinarische Reise zu gehen und trauten sich in ein indisches Restaurant oder ließen es sich bei einem Afternoon Tea gut gehen.