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Die Potentiale der Digitalisierung für die berufliche Bildung Ihrer Auszubildenden im Kreis Höxter nutzen

„Learning with any device, anytime, anywhere“

Mit der Zunahme der Digitalisierung in der Gesellschaft gewinnt auch die digitale Bildung in Schule und Ausbildung immer mehr an Bedeutung. Der Umgang mit digitalen Endgeräten, ist wesentlicher Bestandteil der heutigen Lebenswirklichkeit. Die Schulen und vor allem die Berufskollegs müssen Vorreiter in diesem Bereich sein. Um die Bedeutung dieses Themas für Bildung und Ausbildung zu veranschaulichen und das Digitalisierungskonzept des Berufskollegs Kreis Höxter, welches von den Digitalisierungsbeauftragen Tanja Groddeck und Marc-Alexander Gregor entwickelt wurde, vorzustellen, waren alle dualen Ausbildungspartnern zu einem Informations- und Diskussionsabend eingeladen.

Nach einer Begrüßung durch den Schulleiter Michael Urhahne und Grußworte des Geschäftsführers und Zweigstellenleiters der IHK Paderborn-Höxter erfolgte eine Vorstellung des Digitalisierungskonzeptes des Berufskollegs Kreis Höxter: Lernen im digitalen Kontext ist nicht nur eine Frage der technischen Ausstattung, sondern vielmehr die Entwicklung geeigneter pädagogischer Konzepte für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Die technische Infrastruktur bildet dementsprechend die Grundlage für die pädagogische Arbeit mit digitalen Medien so wie es vielleicht bisher die Tafel und das Schulbuch war. Die Digitalisierung des Unterrichts soll nicht die traditionellen Medien verdrängen oder komplett ersetzen. Lernen mit digitalen Medien erweitert ihn in unterschiedliche Richtungen. Durch eine mediale Aufbereitung können Lernphasen aus der Präsenzzeit ausgegliedert werden und dadurch kann im Klassenzimmer intensiver kooperativ und kommunikativer gearbeitet werden, wenn die digitalen Werkzeuge die gemeinsame Arbeit unterstützen.

Neue digitale Lernmittel erweitern das Spektrum möglicher Lehr- und Lernangebote die auch selbst von den Schülerinnen und Schülern hergestellt werden. Ein weiterer Bestandteil des Konzepts ist das BYOD-Prinzip. BYOD steht für Bring Your Own Device. Das bedeutet, dass sich die digitalen Endgeräte im Besitz der Schülerinnen und Schüler befinden. Die Schule stellt die WLAN-Infrastruktur und den Zugang zur Lehr- und Lernplattform zur Verfügung. Um die Schüler/-innen auf eine Arbeitswelt vorbereiten, die in den nächsten Jahren auf sie zukommt, arbeiten wir mit einem ganz modernen digitalen Konzept: Microsoft Teams und OneNote. Auch die Kooperation mit den dualen Ausbildungspartnern, Eltern und externen Institutionen soll zukünftig über diese Plattform ausgebaut werden.  Eine Liveschaltung via Skype in die Fachschule für digitale Produktionstechnik zeigte eine Möglichkeit der aktuellen Kommunikation mit digitalen Medien.

Nach der Vorstellung des Digitalisierungskonzeptes des Berufskollegs Kreis Höxter hielt Klaus Jansen vom Technologie Netzwerk „It’s OWL“ einen Impulsvortrag zum Thema Digitalisierung der Ausbildung und der Arbeitswelt. Er stellte unter anderem heraus, warum Digitalisierung eine aktive, neue Gestaltung der Arbeitswelt erfordert und keine reine Reaktion auf digitale Technologien sein darf.

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion kamen auch die aktiv Beteiligten zu Wort. Auf dem Podium waren Herr Oppermann als Vertreter der IHK, Herr Becker (Fa. Gebr. Becker) als Vertreter der Unternehmen, zwei Schüler des BKHX Dennis Buelenz und Lukas Gockel, die bereits Erfahrungen mit „digitalen Unterricht“ sammelten konnten, Petra Görtz, eine Lehrerin des BKHX sowie der Schulleiter Michael Urhahne. Die Beteiligten waren sich einig, dass das von Frau Groddeck und Herrn Gregor entwickelte Konzept eine Riesenchance bietet und das Berufskolleg Kreis Höxter eine Vorreiterrolle einnimmt, von der andere Schulen profitieren können.

In der Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass das Lernen im digitalen Kontext viele neue Möglichkeiten und Chancen bietet und darüber hinaus im höchsten Maße – sowohl für Lehrer als auch für Schüler motivierend ist. Außerdem stellten die Beteiligten auch noch einmal heraus, dass es existenziell wichtig ist, sich mit diesem Thema zu befassen und dass das Berufskolleg mit dem eingeschlagenen Weg auf dem richtigen Weg ist, die Schülerinnen und Schüler für die Anforderungen der „Arbeitswelt 4.0“ vorzubereiten und zukunftsfähig zu machen.