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Die Potentiale der Digitalisierung für die berufliche Bildung Ihrer Auszubildenden im Kreis Höxter nutzen

„Learning with any device, anytime, anywhere“

Mit der Zunahme der Digitalisierung in der Gesellschaft gewinnt auch die digitale Bildung in Schule und Ausbildung immer mehr an Bedeutung. Der Umgang mit digitalen Endgeräten, ist wesentlicher Bestandteil der heutigen Lebenswirklichkeit. Die Schulen und vor allem die Berufskollegs müssen Vorreiter in diesem Bereich sein. Um die Bedeutung dieses Themas für Bildung und Ausbildung zu veranschaulichen und das Digitalisierungskonzept des Berufskollegs Kreis Höxter, welches von den Digitalisierungsbeauftragen Tanja Groddeck und Marc-Alexander Gregor entwickelt wurde, vorzustellen, waren alle dualen Ausbildungspartnern zu einem Informations- und Diskussionsabend eingeladen.

Nach einer Begrüßung durch den Schulleiter Michael Urhahne und Grußworte des Geschäftsführers und Zweigstellenleiters der IHK Paderborn-Höxter erfolgte eine Vorstellung des Digitalisierungskonzeptes des Berufskollegs Kreis Höxter: Lernen im digitalen Kontext ist nicht nur eine Frage der technischen Ausstattung, sondern vielmehr die Entwicklung geeigneter pädagogischer Konzepte für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Die technische Infrastruktur bildet dementsprechend die Grundlage für die pädagogische Arbeit mit digitalen Medien so wie es vielleicht bisher die Tafel und das Schulbuch war. Die Digitalisierung des Unterrichts soll nicht die traditionellen Medien verdrängen oder komplett ersetzen. Lernen mit digitalen Medien erweitert ihn in unterschiedliche Richtungen. Durch eine mediale Aufbereitung können Lernphasen aus der Präsenzzeit ausgegliedert werden und dadurch kann im Klassenzimmer intensiver kooperativ und kommunikativer gearbeitet werden, wenn die digitalen Werkzeuge die gemeinsame Arbeit unterstützen.

Neue digitale Lernmittel erweitern das Spektrum möglicher Lehr- und Lernangebote die auch selbst von den Schülerinnen und Schülern hergestellt werden. Ein weiterer Bestandteil des Konzepts ist das BYOD-Prinzip. BYOD steht für Bring Your Own Device. Das bedeutet, dass sich die digitalen Endgeräte im Besitz der Schülerinnen und Schüler befinden. Die Schule stellt die WLAN-Infrastruktur und den Zugang zur Lehr- und Lernplattform zur Verfügung. Um die Schüler/-innen auf eine Arbeitswelt vorbereiten, die in den nächsten Jahren auf sie zukommt, arbeiten wir mit einem ganz modernen digitalen Konzept: Microsoft Teams und OneNote. Auch die Kooperation mit den dualen Ausbildungspartnern, Eltern und externen Institutionen soll zukünftig über diese Plattform ausgebaut werden.  Eine Liveschaltung via Skype in die Fachschule für digitale Produktionstechnik zeigte eine Möglichkeit der aktuellen Kommunikation mit digitalen Medien.

Nach der Vorstellung des Digitalisierungskonzeptes des Berufskollegs Kreis Höxter hielt Klaus Jansen vom Technologie Netzwerk „It’s OWL“ einen Impulsvortrag zum Thema Digitalisierung der Ausbildung und der Arbeitswelt. Er stellte unter anderem heraus, warum Digitalisierung eine aktive, neue Gestaltung der Arbeitswelt erfordert und keine reine Reaktion auf digitale Technologien sein darf.

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion kamen auch die aktiv Beteiligten zu Wort. Auf dem Podium waren Herr Oppermann als Vertreter der IHK, Herr Becker (Fa. Gebr. Becker) als Vertreter der Unternehmen, zwei Schüler des BKHX Dennis Buelenz und Lukas Gockel, die bereits Erfahrungen mit „digitalen Unterricht“ sammelten konnten, Petra Görtz, eine Lehrerin des BKHX sowie der Schulleiter Michael Urhahne. Die Beteiligten waren sich einig, dass das von Frau Groddeck und Herrn Gregor entwickelte Konzept eine Riesenchance bietet und das Berufskolleg Kreis Höxter eine Vorreiterrolle einnimmt, von der andere Schulen profitieren können.

In der Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass das Lernen im digitalen Kontext viele neue Möglichkeiten und Chancen bietet und darüber hinaus im höchsten Maße – sowohl für Lehrer als auch für Schüler motivierend ist. Außerdem stellten die Beteiligten auch noch einmal heraus, dass es existenziell wichtig ist, sich mit diesem Thema zu befassen und dass das Berufskolleg mit dem eingeschlagenen Weg auf dem richtigen Weg ist, die Schülerinnen und Schüler für die Anforderungen der „Arbeitswelt 4.0“ vorzubereiten und zukunftsfähig zu machen.



Neues Bildungsangebot

Mit dem Schuljahr 2018/2019 bietet das Berufskolleg Höxter zwei neue Bildungsgänge an: Schülerinnen und Schüler mit Fachoberschulreife können in 2 Jahren die Fachhochschulreife in Verbindung mit vertieften beruflichen Kenntnissen erwerben. Die neuen Fachoberschulen in der Fachrichtung „Wirtschaft und Verwaltung“ am Schulort Höxter sowie die Fachrichtung „Technik“ am Schulort Brakel bieten den Schülerinnen und Schülern frühzeitig die Möglichkeit, Einblick in das Berufsleben, besonders im kaufmännischen und technischen Bereich zu gewinnen. Durch die Verbindung von Theorie und Praxis erhalten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich in einem möglichen gewünschten Berufsfeld zu orientieren und auszuprobieren.

Die Ausbildung im ersten Jahr der zweijährigen Fachoberschule umfasst 12 Stunden Unterricht und ein fachbezogenes Praktikum in Betrieben mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Metalltechnik. Im Praktikum erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die berufliche Arbeitswelt und sie können intensive Kontakte zu Ausbildungsbetrieben knüpfen. Somit besteht die Möglichkeit in einen Ausbildungsberuf zu wechseln oder aber im zweiten Jahr die Klasse 12 mit der Fachhochschulreife als Studienberechtigung abzuschließen. Das neue Bildungsangebot bietet somit eine ideale Alternative für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nach erfolgreichem Abschluss der Regelschule noch unentschlossen sind, welche Richtung sie später einschlagen wollen – eine betriebliche Ausbildung oder ein Studium an einer Fachhochschule. Informationen zur Anmeldung finden sie unter www.bkhx.de.  Bei persönlichen Beratungsbedarf melden sich gerne telefonisch unter 05272/37250 in Brakel  bzw. 05271/97250  in Höxter oder per Mail an service@bkhx.de.


Logo-Entwicklung für ein Startup

Junge kreative Köpfe entwickeln ein Firmen-Logo für ein junges athletisches Start-Up

Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung stellten sich der Herausforderung Logo-Entwicklung nicht nur theoretisch anhand von Fachtexten im Unterricht zu erlernen, sondern von der ersten Stunde an, direkt mit einem reellen Kunden unter Anleitung ihrer Fachlehrerin Kerstin Seibert zu arbeiten. In den berufsbezogenen Unterrichtsfächern Mediengestaltung und Informatik entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein Logo von der ersten Idee bis zur tatsächlichen Umsetzung als vektorisierbare Grafikdatei.

Die Fachoberschule Gestaltung wurde vom Start-Up Unternehmen „Power Pack Athletics“ angesprochen, ob junge kreative Köpfe mit noch unverbrauchten und innovativen Ideen sich der Herausforderung der Logo-Entwicklung für ihr Unternehmen als Personal Trainer im Breiten- und Leistungssport stellen würden.

Diese Herausforderung nahm die Oberstufe der Fachoberschule Gestaltung gerne an. Bestandteil der Ausbildung am Berufskolleg ist es immer wieder, eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu bauen, um den Schülerinnen und Schüler die besten Erfahrungsmöglichkeiten für den Berufs- oder Studieneinstieg zu schaffen, denn „Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information.“ (Albert Einstein)

Die Jungs vom Start-Up „Power Pack Athletics“ beschreiben sich und ihr Unternehmen wie folgt: „Wer träumt nicht davon sein Hobby zum Beruf zu machen. Für uns gehört Sport zum Leben wie das tägliche Brot. Bereits seit unserer Kindheit hatten wir das Glück von unseren Eltern sportlich gefördert zu werden. Wir konnten unseren Bewegungsdrang ausleben und genossen die Zeit mit Freunden auf den Sportplätzen dieser Welt.

Wir kommen aus verschiedenen Sportarten, der eine verlor sein Herz beim Basketball, der andere liebt und lebt den Tennis-, Radsport, aber auch die Liebe zum Handball kommen nicht zu kurz.

Diese Leidenschaft zum Sport führte uns irgendwann zusammen und es entstanden im Laufe unserer gemeinsamen Zeit zahlreiche Ideen unseren Enthusiasmus zu transportieren. Sport ist unser täglicher Begleiter, unser Elixier.

Unser Personal-Training ist für jeden vom Nicht- bis zum Leistungssportler. Durch die Synergien aus den verschiedensten Trainingsrichtungen und unseren zahlreichen Erfahrungen bieten wir bestmögliche individuelle Ergebnisse.

Unsere Stärken und Fähigkeiten konnten wir in verschiedenen Bereichen bereits unter Beweis stellen. Wir coachen folgende Sportler bzw. Teams: SRAM Young Guns MTB DH Worldcup / Worldchamp,Vize Deutscher Meister MTB DH, Volleyball Bonn 3. Liga, Volleyball Mondorf 3.Liga, BTHV Regionalliga Tennis 40, Miami Bootcamp

Darüberhinaus sind wir bei besonderen Events 2018 wieder mit dabei:

Functionalday Krefeld, Bootcamp Baggersee Dietz Juni/September, Bodycross Ausbildung Grefrath.”

Im September 2017 wurde die Idee zum gemeinsamen Projekt der Logo-Erstellung geboren. Keine vier Wochen später fand auch schon das Briefing mit einem der Unternehmer des Start-Ups statt.

Aufgrund der räumlichen Distanz haben sich die Schülerinnen und Schüler mit den neunen Technologien vertraut gemacht. Die Jungs von Power Pack Athletics wurden via Videokonferenz mit FaceTime in den Klassenraum geholt.

Selbst die Präsentationen der Entwürfe im Prozess haben immer wieder per Video-Konferenz stattgefunden. Die Schülerinnen und Schüler konnten lernen, dass heutzutage Distanzen zum Kunden rund um den Globus dank Digitalisierung nicht mehr unüberwindbar sind und lediglich ab und zu nur von Netzschwanken unterbrochen werden.

Die Schülerinnen und Schüler haben zunächst in Einzelarbeit jeweils einen individuellen Entwurf gestaltet. Erste Ideen wurden gescribbelt, dann mit Adobe Illustrator am iMac zu einer Vektorgrafik digitalisiert und mit Adobe Photoshop auf Werbemitteln platziert. Die Abschlusspräsentation wurde mit Microsoft PowerPoint, Apple Keynote oder auch www.prezi.com für den finalen Pitch Anfang Januar vorbereitet. Die Fachoberschule für Gestaltung am Berufskolleg Kreis Höxter in Brakel legt viel Wert auf die Arbeit mit realen Grafikprogrammen, mit denen auch in der freien Wirtschaft in der Branche gearbeitet wird.

Die Entscheidung für eines der Logos fiel den Jungs von Power Pack Athletics echt schwer – vier Entwürfe kamen dann in die letzte Runde. In dieser konnten sich die Schülerinnen und Schüler der ausgewählten Entwürfe sich ein Grafikerteam aus Mitschülern zusammenstellen, um gemeinsam die Synergien ihrer kreativen Fähigkeiten zu nutzen. Es wurden verschiedene Varianten des Logos, z.B. eine Negativ-Grafik sowie Variationen zur Platzierung des Logos auf Werbeflächen, Werbetextilien und Geschäftsausstattung wie Briefpapier und Visitenkarten erstellt.

 


Neue Fachkräfte für Ostwestfalen

Mit der Lossprechung und dem Überreichen des Gesellenbriefes begann für 21 Auszubildende des Metallbauerhandwerks aus dem Kreis Höxter ein neuer Lebensabschnitt.

Gesellenprüfungsausschuss: 1.v.links Ausbildungsmeister Steffen Brand Firma Spier Bergheim 1.v.rechts Studiendirektor Ludger Onnebrink Berufskolleg Kreis Höxter 2.v.rechts Maschinenbaumechanikermeister Norbert Wagner Schlosserei Wagner Borgentreich 3.v.rechts Metallbaumeister Mirko Jochheim, Firma Gockeln Metallbau, Willebadessen 4.v.rechts Metallbaumeister Matthias Betz Firma Knorrenschild Bad Driburg

Nachdem alle zur Prüfung angetretenen Auszubildenden sowohl den theoretischen als auch den praktischen Teil der Gesellenprüfung mit Erfolg bestanden hatten, erhielten sie den langersehnten Gesellenbrief vom Prüfungsausschuss des Metallbauerhandwerks überreicht. Studiendirektor Ludger Onnebrink vom Berufskolleg Kreis Höxter gratulierte einer neuen Gesellin und 20 neuen Gesellen zur erfolgreichen Gesellenprüfung und hob hervor, dass es nicht selbstverständlich sei, allen zur Gesellenprüfung angetretenen Auszubildenden den Gesellenbrief überreichen zu können. Besonders erfreulich war, dass die Auszubildenden Marco Stellpflug von der Firma Gockeln Metallbau in Willebadessen, Abram Cernych von der  Firma Spier Fahrzeugwerk in Bergheim und Christoph Warschun von der Firma Gebr. Ruberg in Nieheim ihre Ausbildung mit der Gesamtnote gut abgeschlossen haben und ihnen damit die Möglichkeit eröffnet wird, ihr Können auf Kammer- und Landesebene erneut zu beweisen.

Metallbauergesellen  –    Fachrichtung Nutzfahrzeugbau Ausbildungsbetrieb
Marcel Brödling Spier Fahrzeugbau Bergheim
Abram Cernych Spier Fahrzeugbau Bergheim
Pathamaporn Noiyaem Spier Fahrzeugbau Bergheim
Marvin Teßmer Spier Fahrzeugbau Bergheim
Niklas Johlen Müller Umwelttechnik Schieder-Schwalenberg
Tom Kröger Müller Umwelttechnik Schieder-Schwalenberg

Metallbauergesellen-

Fachrichtung Konstruktionstechnik

Ausbildungsbetrieb
Jose´ Manuel Bastida Garcia Johannes und Maximilian Brenneke, Brakel
Dennis Bauer Doludda Willebadessen
Leon Helmes Metallbau Knorrenschild Bad Driburg
Daniel Krieger Franz Ruberg Nieheim
Ramon Kukuk Hoffmeister Industrietore, Brakel
Markus Lücking Franz Ruberg Nieheim
Jonas Ludolf Metallbau Böger, Bad Driburg
Niklas Stadermann S&Ü, Marienmünster-Löwendorf
Marco Stellpflug Gockeln Metallbau, Willebadessen
Kevin Vössing Budo Metallbau Warburg
Christoph Warschun Gebr. Ruberg Nieheim
Andreas Welle Hoffmeister Industrietore,  Brakel
Benjamin Wolf Wilhelm Stratemeier, Warburg
Tobias Zumziel Peter Dewald, Höxter

 


Landtagspräsident besucht Berufskolleg Kreis Höxter in Brakel

Nicht nur von der hervorragenden Ausstattung des gesamten technischen Bereichs, sondern auch vom pädagogischen Konzept des Berufskollegs vollends begeistert zeigte sich der Präsident des NRW-Landtags André Kuper bei seinem Besuch. Zusammen mit anderen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung konnte er sich am 26. Januar 2018 einen umfassenden Überblick über den Stand der Digitalisierung am Berufskolleg verschaffen.

Bei dieser Gelegenheit nutzen die Vertreter der Stadt Brakel die Gunst der Stunde und baten den amtierenden Landtagspräsidenten darum, sich ins „Goldene Buch“ der Stadt einzutragen.

Vor ihrem Rundgang durch die verschiedenen Abteilungen des technischen Bereichs informierte Schulleiter Michael Urhahne die Besuchergruppe über Besonderheiten des Kollegs in Bezug auf Konzeption und Ausstattung. So konnte auch der Landtagspräsident erfahren, wie in der Mediothek und im Selbstlernzentrum der Online-Unterricht – beispielsweise in der Fachschule für Wirtschaft – durchgeführt wird.

Im sogenannten KOM.TEC konnten die Gäste die konkreten Arbeitsprozesse live erleben. Dass sich die Bereiche der Elektro-, Holz- , Kraftfahrzeug- und Landmaschinentechnik durch einen hohen Grad an Digitalisierung auszeichnen, wurde von den Schülerinnen und Schülern engagiert und überzeugend dargestellt. Sehr beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe auch von dem deutlichen Stellenwert der Digitalisierung im TEC4You-LAB. Nach dem Motto „Von der Idee zum Produkt“ verbringen externe Schülergruppen einen ganzen Arbeitstag im TEC4YOU-LAB, um verschiedene Arbeitsprozesse und Abläufe zu durchlaufen.

Tenor der abschließenden Gesprächsrunde zum Thema „BK  4.0 – Digitales Lernen im Berufskolleg“ war, dass es in Brakel bereits zahlreiche gelungene  Beispiele für die Umsetzung des digitalen Lernens in der dualen Ausbildung gibt. Man war sich einig, dass zukünftig Digitalisierung noch mehr an Bedeutung gewinnen wird, vor allem dann, wenn es um weitere  Vernetzungen in der Zukunft geht.
Nicht zu vergessen ist, dass der von der Klasse BEO 1B vorbereitete Imbiss sehr gelobt wurde.


Mit dem Fidget Spinner in die Weihnachtsferien

Auf Maries Finger dreht sich der Fidget Spinner unaufhörlich weiter. Durch die Kooperation der Brüder Grimm Grundschule und dem Berufskolleg Kreis Höxter konnten zwölf Schülerinnen und Schüler der KLasse 2b am 19. Dezember schon ihr erstes Weihnachtsgeschenk entgegennehmen.

Für die Grundschüler war es ein Ausflug in die technische Welt der Metallabteilung des Berufskollegs in Brakel, in der die Fidget Spinner das diesjährige Konstruktionsprojekt der dortigen Fachoberschule Technik darstellen. Die zukünftigen Maschinenbaustudenten haben seit Beginn des Schuljahres in den Fächern Projektplanung und Maschinenbautechnik mit Hilfe von Kreativmethoden und viel technischem Knowhow den Leitgedanken ihre Schule „Von der Idee zum Produkt“ in die Tat umgesetzt und unterschiedliche Fidget Spinner konstruiert.

Als krönender Abschluss des Projektes wurde die Klasse von Frau Funke eingeladen und die Grundschüler erhielten ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk, welches mit Hilfe der „großen Schüler“ eigenständig zusammengebaut werden konnte. Die Grundschulkinder haben live erleben können, wie ein 3D-Drucker funktioniert, der ihre Spinner produziert hat, und sie haben Informationen über die Einzelteile und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Komponenten erhalten.


Zertifizierung zum Testzentrum

In den Herbstferien erfolgte die Zertifizierung des Berufskollegs Kreis Höxter zum Testzentrum für eine Vielzahl von Sprachtests. Die drei Kolleginnen Dagmar Knies, Miriam Mörmel und Carina Heck wurden zu autorisierten Testleitern geschult und dürfen damit die DEKRA-zertifizierten ETS-Sprachtests abnehmen. Hierzu gehören der TFI für Wirtschaftsfranzösisch, der WiDaF für Wirtschaftsdeutsch, der TOEIC für Wirtschaftsfranzösisch sowie der TOEFL für Englisch als Fremdsprache.

Der TOEFL ITP ist ein international bekannter und anerkannter Englischtest und wird als Sprachnachweis für Schüleraustausch- oder Au-pair-Programme akzeptiert sowie an den meisten Hochschulen als Zulassungskriterium für Studiengänge und Stipendien oder akademische Austauschprogramme eingesetzt. Auch für zukünftige Arbeitgeber ist diese objektive Messung der Sprachkenntnisse von Interesse.

Die Nachfrage nach standardisierten Tests ist groß. Dies zeigt sich daran, dass bereits im ersten Durchgang 70 Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 am TOEFL ITP teilnehmen. Getestet werden die drei Kompetenzen Hören, Lesen und Grammatik. Im Anschluss erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine individuelle Stärken- und Schwächenanalyse sowie eine Einordnung ihrer Englischkenntnisse in ein Sprachniveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens.

Für die Schülerinnen und Schüler, die sich im November testen lassen, gilt noch eine Besonderheit: Sie können zusätzlich auf Preise aus dem Wettbewerb Go4Goal hoffen, in dessen Rahmen der erste Testdurchgang durchgeführt wird. Hier messen sich Schulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und hoffen auf Preise wie z.B. Klassenreisen, Bücher oder Kinogutscheine.


Fortbildung Gebäudesystemtechnik

Unter Leitung der Herren Lange und Abandowitz der Firma LCN wurden Schülerinnen und Schüler des Elektrohandwerks sowie Kolleginnen und Kollegen kompetent in die Programmierung von Komponenten der Gebäudesystemtechnik fortgebildet. Bei dieser Technologie geht es darum, mittels Bustechnologie ein Gebäude z.B. ein Einfamilienhaus wirtschaftlich und effektiv zu managen, um hierdurch letztendlich Kosten zu sparen. Selbst eine Steuerung der Hauskomponenten wie Licht, Heizung usw. ist sogar mittels Handy auch von extern möglich.
Diese Fortbildung ist gerade für Schüler des Elektrohandwerks zukunftsweisend, da diese Technologie auch immer mehr in privaten Gebäuden installiert wird. Somit ist das Vermitteln dieser Technologie auch ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung.


Neue Fachschule für Technik in Brakel

Neue Fachschule für Technik am Berufskolleg

Qualifizierungsmöglichkeit für Facharbeiter im Zeitalter von Industrie 4.0

Brakel Im Februar startet am Berufskolleg Kreis Höxter in Brakel ein neuer Bildungsgang. Die vom Schulministerium NRW als Schulversuch genehmigte Fachschule Technik mit dem innovativen Schwerpunkt „Digitale Produktionstechnik“ richtet sich an engagierte Facharbeiter, die sich und ihren Betrieb für Produktionsverfahren von morgen fit machen wollen. Den erfolgreichen Absolventen der Fachschule wird der Abschluss „staatlich geprüfte Technikerin“ bzw. „staatlich geprüfter Techniker“ verliehen. Der Bildungsgang umfasst acht Semester, wobei das letzte Semester als Praxissemester im Betrieb mit Projektaufgabe angelegt ist. Der Unterricht erfolgt während der Woche berufsbegleitend am Abend und an Wochenenden.
Im Rahmen des Fachschulstudiums sind den Studierenden modern ausgestattete Labore mit den erforderlichen Technologien und Maschinen im Berufskolleg Kreis Höxter zugänglich und sie werden dabei von qualifizierten und motivierten Lehrern im Lernprozess unterstützt.
„Ich freue mich, dass hier der aktuellen Entwicklung der industriellen Produktion Rechnung getragen wird“, lobt Landrat Friedhelm Spieker die neue Fachschule und ergänzt, dass sich mit diesem tragfähigen und innovativen Projekt die Möglichkeit eröffnet, Fachkräfte vor Ort auszubilden. Thomas Sagel, Geschäftsführer der Firma Vauth-Sagel ergänzt, der neue Bildungsgang sei eine „außergewöhnliche Idee für den ländlichen Raum.“ Bislang hätten angehende Techniker ihren Fachabschluss in Bielefeld absolvieren müssen. Dass die Ausbildung jetzt vor Ort stattfindet, sei ein wichtiger Standortfaktor. Insbesondere die Möglichkeit, das Fachschulstudium berufsbegleitend zu absolvieren sei sehr wichtig, da dies eine maßgebliche Anforderung kleinerer und mittlerer Unternehmen im ländlichen Raum ist.

von links nach rechts: Studiendirektor Hubertus Johlen, Studienrat Nicolas Fiekens, Landrat Friedhelm Spieker, Unternehmer Thomas Sagel, Schulleiter Michael Urhahne

Die Einrichtung dieser neuen Fachschule trägt den aktuellen Entwicklungen der industriellen Produktion, auch Industrie 4.0 genannt, Rechnung. Hier werden sich die Arbeit in Produktionsbetrieben und die damit verbundenen Prozesse maßgeblich verändern. Denn in der Fabrik 4.0 werden abteilungsübergreifend aber auch unternehmensübergreifend vernetzte Produktionssysteme ihre Daten automatisiert austauschen, so dass eine dezentrale Produktionssteuerung möglich wird. Diese erlaubt mehr Flexibilität in der Produktion und steigert damit die Wettbewerbsfähigkeit.
Die Beschäftigten in der Fabrik 4.0 werden stärker als je zuvor gefragt sein, Abläufe zu koordinieren, die Kommunikation zu steuern und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen. Die Tätigkeiten werden sowohl in technologischer als auch in organisatorischer Sicht anspruchsvoller. Dabei werden insbesondere interdisziplinäre Kompetenzen immer wichtiger. Kleine und mittelständische Betriebe sind hier häufig nicht in der Lage, auf diese neuen Anforderungen mit einer Weiterqualifizierung für ihre Mitarbeiter/innen und Auszubildenden zu reagieren. Aus ökonomischen und zeitlichen Gründen werden Mitarbeiter regelmäßig nur beiläufig mit neuen Verfahren vertraut gemacht. Das führt sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite zu einer unbefriedigenden Situation.
Hier setzt die Fachschule Technik in dem neuen Schwerpunkt „Digitale Produktionstechnik“ an. Die Fachschule zielt auf die in den Bereichen Metall-, Elektro- und Informationstechnik ausgebildeten Facharbeiter. Durch die Weiterbildung verbessern sich die Kenntnisse und Fachkompetenzen der Facharbeiter, was eine größere Zufriedenheit mit der Arbeitssituation mit sich bringt. Die Betriebe erhalten durch den Wissenstransfer höher qualifizierte und motivierte Fachkräfte im Bereich der digitalen Produktionstechnik.
Informationsveranstaltung
Am 18.10.2017 findet um 18:00 Uhr im Berufskolleg Kreis Höxter in Brakel, Klöckerstraße 10, eine Informationsveranstaltung zum Thema Fachschule statt. Eingeladen sind alle, die sich für ein Fachschulstudium interessieren oder sich als Unternehmer bzw. Unternehmensvertreter informieren möchten. Konkret geht es um die Vorstellung des Berufskollegs, der Inhalte des Fachschulstudiums und des zeitlichen sowie organisatorischen Ablaufs. Im Anschluss erfolgt eine Führung durch die Labore und es bietet sich die Gelegenheit zu einem Austausch und zur Klärung von Fragen. Anmeldungen für die Veranstaltung werden per E-Mail erbeten an technik@bkhx.de.

 

Einladung als pdf-Datei

 

 

Lesen Sie hier auch die entsprechenden Presseartikel des Westfalen-Blattes und der Neuen Westfälischen Zeitung